Migräne behandeln: mehrere Möglichkeiten, passend zur Situation
Bei Migräne gibt es Möglichkeiten zur Behandlung einer Attacke und zur Vorbeugung. Was geeignet ist, hängt unter anderem von Häufigkeit, Schwere, anderen Erkrankungen, Medikamenten und persönlichen Umständen ab.
Welche Schritte besprochen werden können
Beschwerdemuster und bisherigen Gebrauch erfassen
Ein Kopfschmerztagebuch kann zeigen, wie oft Attacken auftreten, wie lange sie dauern und an wie vielen Tagen Akutmedikamente verwendet werden.
Behandlung einer Attacke abstimmen
Je nach Situation können unterschiedliche Arten von Akutmedikamenten besprochen werden. Wirkung, Gegenanzeigen und Kombinationen gehören in das Gespräch mit Arzt oder Apotheke.
Medikamentenübergebrauch früh ansprechen
Häufiger Gebrauch von Schmerzmitteln oder Triptanen kann Kopfschmerzen mit aufrechterhalten. Besprechen Sie das frühzeitig; ändern oder stoppen Sie Medikamente nicht eigenständig.
Vorbeugende Behandlung erwägen
Bei häufigen oder stark beeinträchtigenden Attacken kann eine vorbeugende Behandlung in Betracht kommen. Die Wahl wird gemeinsam getroffen und regelmäßig auf Wirkung und Nebenwirkungen überprüft.
Spezialisierte Möglichkeiten
Bei bestimmten Formen und nach unzureichender Wirkung früherer Optionen kann eine neurologische Fachperson weitere Behandlungen prüfen, etwa Botulinumtoxin oder Medikamente gegen den CGRP-Signalweg.
Bei Übergebrauch einen begleiteten Plan vereinbaren
Das Vorgehen bei Medikamentenübergebrauch hängt von den verwendeten Mitteln und der persönlichen Situation ab. Vereinbaren Sie einen ärztlich begleiteten Plan; diese Seite enthält bewusst kein Absetzschema.
Fragen für das nächste Gespräch
Häufigkeit und Auswirkungen konkret beschreiben
Bringen Sie möglichst einen Überblick über Kopfschmerztage, Begleitsymptome, Ausfall im Alltag und Medikamententage mit.
Nach Zielen und Bewertung fragen
Fragen Sie, welches Ziel eine Behandlung hat, wann die Wirkung beurteilt wird und was bei Nebenwirkungen oder unzureichender Wirkung vereinbart ist.
Weitere Beurteilung besprechen
Wenn die Diagnose unklar bleibt oder mehrere Optionen nicht ausreichend helfen, können Sie fragen, ob eine neurologische Beurteilung sinnvoll ist.
Kostenlose Unterstützung bei festgefahrener Versorgung
Wenn Zuständigkeiten unklar bleiben oder Gespräche nicht weiterführen, kann eine unabhängige Patientenberatung kostenlos mitdenken.
⚠️ Brauchen Sie sofort Hilfe?
Wenn für Sie oder jemand anderen unmittelbare Gefahr besteht: Rufen Sie 112 an. Fühlen Sie sich verzweifelt oder haben Sie Suizidgedanken? In den Niederlanden können Sie 113 Suïcidepreventie Tag und Nacht unter 0800-0113 anrufen oder chatten. Außerhalb der Niederlande wenden Sie sich an die örtliche Notrufnummer.