RDS · die Zahlen

Reizdarm in Zahlen: viele Beschwerden bleiben außerhalb der Versorgung

RDS ist häufig, doch Zahlen unterscheiden sich je nach Definition und Datenquelle. Hausarztregister zeigen nur Menschen, die tatsächlich in der Praxis erfasst wurden.

Wie verbreitet es ist

Was die verfügbaren Zahlen zeigen

Unterschiedliche Schätzungen

Bevölkerungsstudien kommen je nach verwendeten Kriterien zu verschiedenen Schätzungen. Prozentangaben sind deshalb nicht ohne Kontext vergleichbar.

33 bis 50 Prozent

der Menschen mit Beschwerden, die zu RDS passen, suchen laut NHG-Richtlinie ärztliche Hilfe.

Rund 90 Prozent

der in der Versorgung bekannten Menschen mit RDS werden in der Hausarztpraxis behandelt und nicht an eine Fachambulanz überwiesen.

Dass viele Menschen in der Hausarztpraxis behandelt werden, ist nicht automatisch problematisch. Entscheidend ist, ob Beschwerden ernst genommen, Warnzeichen beurteilt und passende weitere Schritte vereinbart werden.
Was auffallend ist

Unterschiede zwischen Gruppen

RDS wird in Studien häufiger bei Frauen als bei Männern berichtet. Häufigkeit und Verteilung hängen unter anderem von den Diagnosekriterien und der untersuchten Bevölkerung ab.

„Bauchschmerzen und Stuhlprobleme sind für viele schwer anzusprechen, auch in der Hausarztpraxis.“

Warum es verpasst wurde, ist

Warum Beschwerden in Daten fehlen können

Scham verzögert das Gespräch

Bauchschmerzen, Blähungen und Veränderungen des Stuhlgangs sind Themen, die viele Menschen nicht spontan ansprechen.

Diagnose anhand des Musters

RDS wird nicht durch einen einzelnen Test bestätigt. Zusätzliche Untersuchungen erfolgen gezielt, wenn andere Ursachen wahrscheinlicher sind.

Beschwerden verändern sich

Art und Stärke können von Tag zu Tag wechseln. Dadurch ist das gesamte Muster in einem kurzen Termin nicht immer sichtbar.

Was die Zahlen nicht sagen

Was Register zeigen und was sie nicht zeigen

Ja gezählt

In Daten sichtbar

  • Menschen, die mit RDS in der Hausarztpraxis registriert sind
  • Überweisungen, Untersuchungen und verordnete Behandlungen
  • Forschung zu Ernährung und anderen Behandlungsansätzen
Nicht gezählt

In Daten nur teilweise sichtbar

  • Menschen mit passenden Beschwerden, die keine Hilfe suchen
  • Abgesagte Termine und Einschränkungen aus Vorsicht
  • Die mentale Belastung eines unvorhersehbaren Körpers
Quellen

Quellen und Einordnung

Prävalenz hängt von den verwendeten Kriterien ab
Richtlijnendatabase und internationale Studien zur Diagnostik des Reizdarmsyndroms. Siehe richtlijnen.nhg.org.
33 bis 50 Prozent suchen Hilfe, rund 90 Prozent bleiben in der Hausarztversorgung
NHG-Standard Prikkelbaredarmsyndroom, niederländische Hausarztrichtlinie. Siehe richtlijnen.nhg.org.
Ernährung und Low-FODMAP
NHG-Standard und Richtlijnendatabase zur Ernährungsberatung bei RDS. Siehe richtlijnendatabase.nl.
Diagnose anhand des Beschwerdemusters
NHG-Standard Prikkelbaredarmsyndroom und Richtlijnendatabase. Siehe richtlijnendatabase.nl.

⚠️ Brauchen Sie sofort Hilfe?

Wenn für Sie oder jemand anderen unmittelbare Gefahr besteht: Rufen Sie 112 an. Fühlen Sie sich verzweifelt oder haben Sie Suizidgedanken? In den Niederlanden können Sie 113 Suïcidepreventie Tag und Nacht unter 0800-0113 anrufen oder chatten. Außerhalb der Niederlande wenden Sie sich an die örtliche Notrufnummer.