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Migräne: mehr als „nur Kopfschmerzen“

Schätzungen zufolge leiden in den Niederlanden rund 2 Millionen Menschen regelmäßig an Migräne. In Hausarztregistern erscheint nur ein Teil davon. Diese Zahlen stammen aus unterschiedlichen Methoden und lassen sich nicht eins zu eins vergleichen. Sie zeigen jedoch, dass viele Beschwerden außerhalb der regulären Versorgung bleiben.

🕒 Lesezeit ca. 8 MinutenThema: Migräne / Medikamentenübernutzung Kopfschmerzen

Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit genetischer Veranlagung. Attacken können Stunden bis Tage dauern und mit Übelkeit sowie einer Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen einhergehen. Ein Teil der Betroffenen erlebt zudem eine Aura mit vorübergehenden Seh- oder Gefühlsstörungen.

Das Problem liegt nicht nur in der Registrierung. Menschen behandeln wiederkehrende Kopfschmerzen manchmal lange selbst, ohne dass das gesamte Beschwerdemuster ärztlich beurteilt wird. Häufiger Gebrauch von Akutmedikamenten kann dabei selbst zu einem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz beitragen.

Diese Seite bietet allgemeine Informationen und keine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Besprechen Sie wiederkehrende oder veränderte Kopfschmerzen sowie häufigen Medikamentengebrauch mit Ihrer Hausarztpraxis oder einer neurologischen Fachperson.

Warum das wichtig ist

Was Migräne für den Alltag bedeuten kann

Migräne kann Arbeit, soziale Kontakte und Erholung stark beeinträchtigen. Termine werden kurzfristig abgesagt und auch nach einer Attacke kann die Belastung noch anhalten. Zwischen den Attacken ist davon oft wenig zu sehen.

Versorgung und Diagnostik

Zwei Zahlen, zwei unterschiedliche Messweisen

Rund 2 Millionen ist eine Bevölkerungsschätzung. Die Zahl von 295.800 bezieht sich auf 2024 in Hausarztpraxen registrierte Personen. Weil Quelle, Zeitraum und Messmethode verschieden sind, ergibt die Differenz kein exaktes Maß für fehlende Diagnosen.

Die Registerdaten können Migräne unterschätzen, weil nicht alle Betroffenen medizinische Hilfe suchen oder strukturell erfasst werden. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jede nicht registrierte Person unbehandelt ist oder Medikamente übermäßig verwendet.

Vergleich zweier unterschiedlich erhobener Migränezahlen in den Niederlanden
Behandlung im Überblick

Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt

Auf der Behandlungsseite finden Sie einen allgemeinen Überblick. Welche Möglichkeit passt, hängt von Häufigkeit, Schwere, Begleiterkrankungen und persönlichen Umständen ab.

Behandlung einer Attacke

Je nach Situation können Schmerzmittel, entzündungshemmende Mittel oder Triptane besprochen werden. Auswahl und sicherer Gebrauch gehören in die Abstimmung mit Arzt oder Apotheke.

Vorbeugende Behandlung

Bei häufigen oder stark beeinträchtigenden Attacken kann eine vorbeugende Behandlung erwogen werden. Die Entscheidung richtet sich nicht allein nach einer festen Zahl von Attacken.

Medikamentengebrauch im Blick behalten

Wer häufig Akutmedikamente benötigt, sollte dies mit der Hausarztpraxis besprechen. Ein Kopfschmerztagebuch kann Häufigkeit, Wirkung und Gebrauch sichtbar machen.

Erkennen im Überblick

Merkmale, die zu Migräne passen können

Die Erkennungsseite erklärt typische Merkmale und Warnzeichen. Einzelne Symptome reichen nicht aus, um selbst eine Diagnose zu stellen.

Pochende oder einseitige Schmerzen

Migräne kann einseitig und pochend sein und sich bei körperlicher Aktivität verstärken. Eine unbehandelte Attacke dauert häufig 4 bis 72 Stunden.

Beschwerden vor der Kopfschmerzphase

Manche Menschen bemerken zuvor Müdigkeit, Gähnen, Stimmungsschwankungen oder andere Veränderungen. Nicht jede Person erlebt diese Vorphase.

Manchmal eine Aura

Ein Teil der Betroffenen erlebt vorübergehend Lichtblitze, Zickzacklinien, blinde Flecken oder Kribbeln. Neue neurologische Symptome sollten ärztlich beurteilt werden.

Warum Zorgfuik Erfahrungen sammelt

Eine einzelne Erfahrung beweist keine Ursache. Mehrere Erfahrungen können jedoch sichtbar machen, wo Beschwerden heruntergespielt werden, Medikamentengebrauch nicht besprochen wird oder die Koordination fehlt.

Wir fragen nicht nach Ihrer vollständigen Krankenakte. Uns interessiert, wie lange die Suche dauerte, welche Fragen fehlten und was im Kontakt mit der Versorgung geholfen hätte.

„Migräne ist häufig, aber ein erheblicher Teil der Beschwerden bleibt in Versorgungsdaten unsichtbar.“

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Migräne von anderen Kopfschmerzen?
Migräne ist eine neurologische Erkrankung. Typisch können wiederkehrende Attacken mit pochenden oder einseitigen Schmerzen, Übelkeit sowie Licht- oder Geräuschempfindlichkeit sein. Die Diagnose beruht auf dem gesamten Muster und einer medizinischen Beurteilung.
Was ist ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz?
Häufiger Gebrauch von Akutmedikamenten kann Kopfschmerzen mit aufrechterhalten. Welche Häufigkeit relevant ist, hängt auch von der Medikamentengruppe ab. Besprechen Sie regelmäßigen Gebrauch mit Arzt oder Apotheke und ändern Sie Medikamente nicht eigenständig.
Wie viele Menschen haben in den Niederlanden Migräne?
Schätzungen nennen rund 2 Millionen Menschen mit regelmäßiger Migräne. Für 2024 wurden 295.800 in Hausarztpraxen registrierte Personen genannt. Diese Werte stammen aus unterschiedlichen Methoden und ergeben zusammen kein exaktes Maß für fehlende Diagnosen.
Was ist eine Aura bei Migräne?
Eine Aura umfasst vorübergehende neurologische Symptome, zum Beispiel Lichtblitze, Zickzacklinien oder Kribbeln. Nicht jede Person mit Migräne erlebt eine Aura. Neue oder ungewöhnliche neurologische Symptome sollten medizinisch beurteilt werden.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Es gibt Möglichkeiten zur Behandlung einer Attacke und zur Vorbeugung. Was geeignet ist, hängt unter anderem von Häufigkeit, Schwere, Begleiterkrankungen und bisherigen Medikamenten ab. Die Auswahl gehört in ein Gespräch mit einer medizinischen Fachperson.
Was macht Zorgfuik und was nicht?
Zorgfuik bietet allgemeine Informationen und sammelt Erfahrungen, stellt aber keine Diagnose und gibt keine individuelle Behandlungsempfehlung. Wenden Sie sich für medizinische Fragen an Ihre Hausarztpraxis, Apotheke oder neurologische Fachperson.

⚠️ Brauchen Sie sofort Hilfe?

Wenn für Sie oder jemand anderen unmittelbare Gefahr besteht: Rufen Sie 112 an. Fühlen Sie sich verzweifelt oder haben Sie Suizidgedanken? In den Niederlanden können Sie 113 Suïcidepreventie Tag und Nacht unter 0800-0113 anrufen oder chatten. Außerhalb der Niederlande wenden Sie sich an die örtliche Notrufnummer.